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MSMount mit dem Palm m500/m505

MSMount ermöglicht Applikationen, die keine eingebaute Unterstützung für Speichererweiterungskarten besitzen, den Zugriff auf Datenbanken und Dokumenten, die sich auf einer Speichererweiterungskarte befinden. iSilo z.b. erlaubt es bisher nicht, auf Dokumente zuzugreifen, die auf einer SD- oder MM-Karte gespeichert sind. Durch die Verwendung von MSMount kann man Dokumente auf einer Erweiterungskarte ablegen und mit der zugehörigen Anwendung diese Dokumente öffnen und lesen. Die Tatsache, daß sich das Dokument auf einer Erweiterungskarte befindet ist beinahe vollständig transparent.

Es ist auch möglich Applikationen von der Karte mit Hilfe von MSMount zu starten, aber das ist nicht unbedingt empfehlenswert. Der Palm wird instabil und verhält sich teilweise sehr merkwürdig, wenn man das versucht. Für diesen Zweck ist PowerRun besser geeignet.

Ich werde hier eine Schritt-für-Schritt Anleitung geben, wie MSMount installiert werden kann. Danach kommen noch einige Hinweise, was bei der Verwendung von MSMount zu beachten ist.

Um MSMount voll ausnutzen zu können, braucht man ein Werkzeug wie Filez oder McFile. Die Arbeit mit MsMount erfordert, dass man auf der Erweiterungskarte ein bestimmtes Verzeichnis anlegt und Dateien vom Hauptspeicher in dieses Verzeichnis verschiebt.

Mit dem von Palm mitgelieferten Installationstool kann man Dateien direkt auf die Erweiterungskarte ablegen. Diese werden allerdings immer im Verzeichnis /Palm/Launcher abgelegt und die eingebauten Werkzeuge des Palm bieten keine Möglichkeit diese Dateien in ein anderes Verzeichnis zu verschieben. Filez und McFile können Verzeichnisse anlegen und Dateien zwischen diesen Verzeichnissen verschieben.

Schritt 0: MSMount installieren
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Die englische Version von MsMount kann hier heruntergeladen werden. Man muss die beiden Dateien MSMount.prc und MSDW.prc installieren.

Nach der Installation von MSMount wird man für diese Anwendung kein Icon im Applikations-Starter finden. Stattdessen erscheint MSMount als Kategorie in den Einstellungen.

Schritt 1: Ein Verzeichnis auf der Erweiterungskarte anlegen
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Als erstes sollte auf der Erweiterungskarte ein Verzeichnis angelegt werden, dass später in den Hauptspeicher gemounted wird. Auf jeder Erweiterungskarte, die in einen m500 oder m505 eingelegt wird, legt Palm-OS ein Verzeichnis Palm/Launcher an. Hier legt der Anwendungs-Starter Programme ab, die vom Hauptspeicher auf die Erweiterungskarte kopiert werden. Dieses Verzeichnis sollte besser nicht als Mount-Verzeichnis ausgewählt werden.

Ich habe auf meinem m505 stattdessen das Verzeichnis Palm/Programs/MSMount angelegt.

Schritt 2: Die gewünschten Dateien in dieses Verzeichnis kopieren
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Als nächstes verschiebt man alle Dateien, die auf die Erweiterungskarte sollen vom Palm-Hauptspeicher in das soeben angelegte Verzeichnis.

Wenn man Filez verwendet, ist es am einfachsten zuerst in das neu angelegte Verzeichnis zu wechseln. Dann wählt man bei der Kategorieauswahl oben rechts den Palm aus und verschiebt dann die einzelnen Dateien auf die Erweiterungskarte.

Wenn das geschehen ist, sieht das Verzeichnis auf der Erweiterungskarte etwa so aus wie auf dem Bild links.

Schritt 3: MsMount aktivieren
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Als Mount Path gibt man das Verzeichnis an, das im ersten Schritt angelegt wurde. Dieses Verzeichnis muss leider von Hand eingegeben werden, also sollte man keinen zu langen Namen oder eine zu große Verschachtelungstiefe wählen.

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Wenn das Verzeichnis eingegeben ist, tippt man auf Enable, um MsMount zu aktivieren.

Der Mount Path wird dadurch schreibgeschützt, der Settings- Knopf verschwindet und zwei Optionen werden sichtbar.

  • Enable after soft reset bewirkt eine automatische Aktivierung von MsMount nach einem weichen Reset. Ob man diese Einstellung aktivieren will, bleibt dem eigenen Geschmack überlassen. Falls allerdings MsMount der Grund für den Soft-Reset ist, könnte die Aktivierung dieser Option zu einer Endlosschleife von Resets führen. Ich hatte damit aber bisher keine Probleme.
  • Disable during Hotsync schaltet MsMount während der Synchronisierung ab. Die Hotsync-Applikation wird dadurch daran gehindert diese Dateien zu sichern. Und das ist auch gut so. Auch andere Conduits, die vielleicht Daten vom Palm sichern haben auf dieses Verzeichnis keinen Zugriff. Diese Option sollte immer aktiviert sein.
Schritt 4: Der iSilo Startbildschirm
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Das war es auch schon. Wenn man jetzt zu einer Applikation wechselt, deren Dokumente im Mount-Verzeichnis liegen sollten sie alle zu sehen sein.

Hier sieht man den Startbildschirm von iSilo auf meinem Palm. iSilo unterstützt von sich aus keine Speichererweiterungskarten. Alle Dokumente die hier aufgelistet sind, befinden sich im Mount-Verzeichnis auf der Erweiterungskarte. Man kann die Dokumente lesen und kategorisieren.

Natürlich sind nicht alle Operationen auf diesen Dokumenten möglich. iSilo kann z.b. keine Dokumente löschen, die sich im Erweiterungsspeicher befinden. Aber bis es eine Version dieser Anwendung gibt, die Speichererweiterungen unterstützt ist das ein akzeptabler Kompromiss.

Der Settings-Knopf
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Einige Programme vertragen sich nicht besonders gut mit MSMount. FireViewer z.b. stürzt ziemlich grandios ab, wenn er auf Bilder zugreift, die im Mount-Verzeichnis liegen.

Für diese Fälle gibt es einen Settings-Knopf, der nur sichtbar wird, wenn MSMount deaktiviert wurde. Hier kann man alle Applikationen eintragen, die das gemaountete Verzeichnis nicht sehen sollen.

Dazu zählen auch alle Anwendungen, die als eine Art Dateimanager fungieren, wie Filez oder McFile. Diese Anwendungen zeigen nämlich sonst alle Dateien im Mount-Verzeichnis als Teil des Hauptspeichers an. Dadurch bekommt man ein unrealistisches Bild der Speicherverhältnisse. Wenn man an diesen Datenbanken dann Dateioperationen vornehmen will, kann man Schwierigkeiten bekommen.

Risiken und Nebenwirkungen

Auch wenn ich mit MSMount bisher keine größeren Schwierigkeiten hatte, insbesondere keine Datenverluste, sollte man nicht vergessen, daß diese Software immer noch im BETA-Stadium ist. Man darf also kein fehlerfreies Funktionieren erwarten. Folgende Punkte sind besonders zu beachten:

  • MSMount immer deaktivieren, bevor man die Erweiterungskarte aus dem Einschub nimmt.
  • Bevor man den Inhalt des Mount-Verzeichnisses ändert, sollte man MSMount ebenfalls deaktivieren. Ich habe das mal vergessen und man erlebt einige interessante Dinge, u.a. eine lange Folge von lauten Piepsern.
  • Dateien, die im Mount-Verzeichnis liegen sollte man nicht bearbeiten. Also keine WordSmith-, ThinkDB- oder TinySheet-Daten dort ablegen.

Letzte Änderung: 19. Juli 2002. Alle Rechte vorbehalten, Oliver Stör